VfL Wolfsburg – SC Freiburg 3:1, Sa. 18.11.17

Seit längerer Zeit mal wieder ein Hoppingbericht. Liegt einfach daran, dass ich neben Werder und Arbeit aktuell kaum zu Besuchen anderer Spiele komme und so schaffe ich es nicht mal, Freunde zu besuchen.

Da Werder an diesem Wochenende erst Sonntag gegen Hannover spielen sollte und der Weg nach Wolfsburg ja nun auch nicht so weit ist, wurde heute mal die Chance genutzt, ein paar bekannte Nasen zu sehen. Schon früh ging es mit dem Nahverkehr in die Autostadt, wo uns der Weg auf Nahrungssuche erst einmal in Richtung Outlet führte. Dort angekommen war natürlich nichts mit Essen oder alkoholischen Getränken, stattdessen schon zahlreiche Menschen in vorweihnachtlicher Kauflaune. Da aufgrund einer Baustelle auch der Weg raus aus dem Outlet-Wirrwarr gesperrt war, musste man auch noch sportlich aktiv werden und gewisse Geländer überwinden. Die Alternative wäre gewesen, den ganzen Weg noch einmal zurück zu gehen. In Wolfsburg gibt es tatsächlich nicht viel und so ging es zu Fuß vorbei am Stadion in Richtung Allersee. Im Sommer soll es hier wohl mal ein Kiosk gegeben haben. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt verbunden mit richtig heftigem Wind war es dagegen weniger schön, so dass es doch recht schnell wieder ins Stadionumfeld ging.

Die Zeit bis Ankunft der restlichen Bekannten Gesichter wurde verquatscht und man munkelt, ich war heute nicht der einzige Grün-weiße. Der Gästeblock heute gegenüber den letzten gemeinsamen Besuchen in Wolfsburg mal eher gering gefüllt. Während im linken Teil des Blocks vor allem Kutten und Familien Platz nahmen, breitete sich die aktive Szene im rechten Teil des Blocks aus. Der Zaun bis oben hin gut beflaggt (inkl. “Forza Luca”-Banner seitens NBU für einen befreundeten italienischen Ultra, welcher bei einem fragwürdigen  Polizeieinsatz schwer verletzt wurde), verteilten sich die Gruppen im rechten Teil, während die vorderen Stufen bewusst mit Klebeband freigehalten wurden. Von dort hätte man eh wenig gesehen und so wirkte es auch geschlossener. Den Support fand ich bis Mitte der ersten Halbzeit eigentlich echt okay. In der Folge und aufgrund des Spielstandes (bereits nach 30 Minuten stand es 2:0 für das Heimteam) flachte der Support leider deutlich ab und auch der linke Teil des Blockes ließ sich nur schwer aktivieren. Nach dem 2:1-Anschlusstreffer in Minute 68 kam kurz Hoffnung auf, welche für eine Steigerung der Stimmung sorgte, welche dann nach dem kurz drauf folgenden 3:1 in Trotz umschlug und das Spiel anschließend vor allem mit dem “Sportclub Freiburg e.V.” Lied noch würdig zu Ende gebracht wurde.

Die Heimseite heute mit einem großen Glaube versetzt Berge Banner vorm Oberrang und einiges an Material zu Beginn. Man versuchte, in der aktuell wirklich nicht guten sportlichen Situation für einen Umschwung zu sorgen. Während die Mannschaft ihren Anteil dazu beitrug, blieb die Heimkurve 90 Minuten mehr als blass.