Berliner AK – BFC Dynamo 1:0, So. 17.02.19

Nachdem der glorreiche SVW am Abend zuvor durch den alten Mann in der 96. Minute noch einen Punkt gegen die Hertha retten konnte und der nächste Termin mit dem Eisbärenspiel erst am Abend anstand, hieß es den Sonntag Vormittag irgendwie zu verplanen. Zum Jugendeishockey im Wellblechpalast konnte ich die anderen nicht überzeugen, also blieb eigentlich nur die Option BAK gegen die falschen Dynamos (die richtigen sollten ja erst am Abend spielen) im Poststadion.

Da ich hier schon 2 Mal war (einmal mit Babelsberg im Gästeblock, einmal Jugendpokal mit TeBe vor’m CL-Finale der Frauen im Jahn-Sportpark), spare ich mir Details zum Stadion. Der BFC zieht ja immer ein sehr fragwürdiges Publikum an und so wunderte die ein oder andere komische Person rund um’s Stadion nicht wirklich. Trotz schönstem Fußballwetter wurde für 10€ der Sitzplatz auf der überdachten Haupttribüne eingenommen. So richtige Fantrennung gibt es im Poststadion leider auch nicht, so dass man spätestens beim Toiletten- oder Verpflegungsgang den Gästen vor’m Vereinsheim begegnete. Diese füllten heute den Gästeblock gut aus und auch der Zaun war voll beflaggt. Der Support beschränkte sich allerdings auf Pöbeleinlagen bei vermeintlich falschen Schirientscheidungen und in der zweiten Halbzeit ein wenig Hüpferei hinter der “Ultras”-Zaunfahne. Schwenker oder sonstiges Tifomaterial sucht man beim BFC leider vergebens. Auf der Heimseite gab es außer einer Tröte ebenfalls keinen Support. Für jemanden, der wirklich nicht der größte Hoppingfreund ist (wenn ihr hier im Blog die Spiele mal durch guckt, ist der Großteil halt doch eher Freundschaftsbesuche), war das heute echt nichts. Einzig spannend waren da eigentlich ein paar Chancen des BAK und ein zurückgenommener Elfmeter ebenfalls für den BAK. Am Ende siegte der BAK in einem recht ausgeglichenen aber sehr aggressiv geführten Spiel knapp mit 1:0. Wir verabschiedeten uns schon 10 Minuten vor Ende in Richtung Warschauer Straße und Fanbogen. Vielleicht können ja die anderen anwesenden Werderaner*innen und Hopper*innen dem Spiel mehr abgewinnen und mit einem tollen Bericht dienen.

Berliner AK – Babelsberg 03 2:0, So. 16.10.16

Nach längerer Zeit mal wieder bei einem Nicht-Werder-Spiel gewesen. Babelsberg spielt beim BAK im Poststadion bei mir um die Ecke, was liegt da näher als ein Spielbesuch Sonntag Mittag? Bereits für 12 Uhr wurde zum gemeinsamen Treffen am Hauptbahnhof gerufen, allerdings waren auch 15 Minuten nach 12 erst wenige Leute am Treffpunkt, so ging es mit vllt. 30 Leuten zu Fuß die knapp 10 Minuten zum Stadion. Die Organisation beim BAK wirkte ein wenig überfordert. Zunächst gab es an zwei Kassenhäuschen, die was von Weihnachtsmarkt hatten, die gleichen Karten zu unterschiedlichen Preisen. Während sie laut Aushang etwas weniger kosteten, wurden sie an der Nachbarkasse zum aufgedruckten höheren Preis verkauft. Erst nach 5 Leuten fiel das ganze auf und das Chaos war perfekt. Auch an den Eingängen zum Gästeblock lief es nicht unbedingt besser. Nachdem die ersten drin waren und nun auch der Rest der Babelsberger am Stadion auftauchte, gab es zunächst Stress mit einem etwas komischen Ordner mit fragwürdiger Gesinnung. Gleichzeitig wurden die Trommelsticks zunächst für Pyro gehalten und erst nach eingehender Kontrolle mit reingelassen. Drinnen dann ein ähnliches Spielchen. Bis es das erste Bier mit mehr Flüssigkeit als Schaum gab, dauerte es eine halbe Ewigkeit. Andere Getränke wurden zunächst in Flaschen rausgegeben, bevor die Thekenkräfte panisch die Flaschen der Zuschauer gegen Becher tauschen wollten. Das Essen dagegen soll hier ruhig lobend Erwähnung finden. Lecker Köfte im Fladenbrot für 3€!

Im weiten Stehblock wurde sich zunächst sehr breit aufgestellt, der Ultrahaufen postierte sich hinter 2 Fahnen am Wellenbrecher und Bändern links und rechts in der Mitte des Blocks. Dafür, dass es von Potsdam nach Berlin nun wirklich weit ist, war ich ob der Anzahl an Gästen allerdings etwas enttäuscht. Klar, insgesamt waren vllt. 50% der 758 Zuschauer Gäste, für die Zeit und Entfernung wäre aber sicher mehr drin. Trotz der geringen Gästezahl war der Support zu Beginn ganz gut. Es gab immer mal abwechselnd eher textlastige als auch weniger textlastige Lieder, so dass auch ich als Gast mitsingen konnte. Mit zunehmendem Spiel und immer schlechterer Leistung der Gäste auf dem Platz wurde es auch im Block ruhiger und das Spiel bei Bier und Gesprächen einfach nur betrachtet. Die Heimmannschaft ging früh in Führung und ließ im gesamten Spiel nur 2 bis 3 gute Chancen der Babelsberger zu. Da es auf Heimseite keine Fanszene gibt, blieb es außer ein paar Anfeuerungsrufen von Kindern auf der außer dem Gästeblock nur geöffneten Haupttribüne ruhig.

Am Ende bleiben wohl nur das Chaos beim BAK und das für ein Regionalligaspiel immense Polizeiaufgebot in Erinnerung.