TuS Makkabi Berlin – Tasmania Berlin 1:2, So. 24.02.19

Als Station 2 des Caravan of Love der Fanszene von Tennis Borussia wurde nach dem Spiel auf dem Metrodach nun das Spiel Makkabi gegen Tasmania auserkoren. Als Besonderheit ist hier zu erwähnen, dass beide Vereine von je einem Teil der TeBe Fanszene unterstützt wurde. Bei Tasmania fanden sich bei strahlendem Sonnenschein auf dem Hauptplatz der Julius-Hirsch-Sportanlage neben den TeBe Fans auch die eigenen Tasmania Fans ein. Insgesamt dürften es etwa 170 Zuschauer beim Spiel der Berlin-Liga gewesen sein. Normalerweise liegt der Zuschauerschnitt bei Makkabi wohl im niedrigen zweistelligen Bereich. Trotz immer mal wieder lautem Support der TeBe Fans für den Außenseiter Makkabi entsprach die spielerische Leistung dann doch in etwa der Tabellensituation und Tasmania gewann verdient mit 2:1. Bei sehr guten Gesprächen wurde das Spiel gut verquatscht und sich über die aktuelle Situation der TeBe-Fanszene informiert, so dass ich zu Einzelheiten des Spiels gar nichts sagen kann und selbst für’s Ergebnis im Anschluss noch mal per Twitter nachfragen musste. Zur Halbzeit wurde sich noch mit der Landauer Unikneipe Fatal solidarisiert, welche Ende März schließen muss (Fatal für immer – Für immer Fatal).

Gegenüber meinem ersten Besuch bei Makkabi wurde wie angedeutet heute auf dem Hauptplatz gespielt. Statt Kunstrasen gibt es hier noch Naturrasen und Laufbahn, wirklichen Ausbau gibt es aber nicht. Geben sollte es dafür richtige Eintrittskarten mit Spielpaarung (zwar abgeschnitten von einem normalen Bogen Din A4 Druckerpapier, aber immerhin) und eine Brezel für jede*n Zuschauer*in.

Teil 3 des Caravan of Love folgt dann bereits nächsten Samstag. Diesmal geht es zum DFC Kreuzberg, was mich besonders freut, da ich dort nach den bescheuerten Kommentaren im Blogbericht zum Fußballfans gegen Homophobie Hallenmasters und per Mail unbedingt mal hin wollte. Dass es nun so schnell und auch noch mit vielen weiteren Zuschauer*innen klappt ist umso schöner!

TuS Makkabi Berlin – Füchse Berlin 6:3, So. 10.09.17

Schon vor Wochen kam die Ansage aus der Schweiz, dass man doch gemeinsam dieses Spiel machen könnte. Wie es dazu kam? Die Elf in grün und weiß sollte im Anschluss ihr Spiel im Olympiastadion austragen und da die Bahnverbindung eh eine frühe Ankunft in Berlin prophezeite und mir der Ground trotz langer Berlinzeit noch fehlte, wieso nicht?

Am Ende war der Organisator des gemeinsamen Spielbesuchs natürlich nicht dabei, dafür fand sich ein weiterer Werderisti, der mit Groundhopping in der Regel noch weniger anfangen kann als ich. Der Rest der Grün-Weißen meldete aufgrund zu langer Feierei den Abend vorher in Babelsberg die Ankunft an der Julius-Hirsch-Sportanlage erst für Mitte der ersten Hälfte. Also hieß es für uns ab Messe Süd und vorbei am Mommse den Weg selbst finden. Klappte nach einigem hin und her dann auch ohne Probleme, wobei der Ground schon sehr weit nach hinten versetzt gegenüber dem einzigen Weg der Schrebergartenanlage liegt. Mit den hohen Bäumen rund um den Platz ohne wirklichen Ausbau und den großen unmarkierten Sportfeldern auf dem Rest des Geländes hatte das Ganze etwas von Skandinavien. Sympathisch auf jeden Fall die Tafel mit Aufstellung neben dem Kassierer-Tisch, der erst mit unserer Ankunft aufbaute und so gab es zum Eintrittspreis mal wieder eine Kinokarte und immerhin ein farbiges Programmheft (allerdings wie vom heimischen Drucker).

Wir machten es uns bis zur Ankunft der anderen in einer der hinteren Ecken des Platzes quasi schon im Gebüsch hinter der Außenlinie gemütlich. Auf dem Weg dorthin noch kurz von den 3-4 mitgereisten Gästefans per Handschlag begrüßt worden, nette Menschen könnte man meinen. Waren sie dann leider doch nicht, fielen sie doch immer wieder mit Beleidigungen des Schiedsrichters aufgrund ihrer Meinung nach falscher Entscheidungen auf. Auch die Spieler des Heimteams, insbesondere der Torhüter, wurden immer wieder provoziert, hatten sich aber zum Glück im Griff, sehr unnötige Aktionen. Nicht so gut im Griff hatte sich bereits nach 12 Minuten ein Auswechselspieler, der so lange rumpöbelte, bis er in Richtung Kabine gebeten wurde. Auch noch nicht erlebt, nicht mal gespielt und schon darf man sich verabschieden. Ebenfalls früh verabschieden durfte sich der Keeper der Gäste. In der 24. Minute verschuldete er einen Elfer und sah dafür gelb. Nachdem der folgende Strafstoß verwandelt wurde, haute er verbunden mit dem ein oder anderen unschönen Wort den Ball noch einmal mit voller Wucht selbst ins Netz, was in der Konsequenz gelb-rot bedeutete. Den Rest des Spiels durfte er dadurch von hinterm Tor verfolgen, toller Typ.

Wie ihr merkt, hatte das Spiel so einige Highlights zu bieten. Dennoch zog es uns nach Ankunft der anderen (die die letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit draußen hinterm Zaun verbrachten, da sie unbedingt den Eintritt sparen wollten) so um die 65. Minute dann doch zum Auto und von dort in Richtung Olympiastadion. Am Ende hieß es in der Partie 6:3 für Makkabi und die Zuschauer erlebten in Halbzeit 2 sicher noch ein paar Highlights. Manchmal sind unterklassige Spiele dann doch für was gut.