Berliner AK – Babelsberg 03 2:0, So. 16.10.16

Nach längerer Zeit mal wieder bei einem Nicht-Werder-Spiel gewesen. Babelsberg spielt beim BAK im Poststadion bei mir um die Ecke, was liegt da näher als ein Spielbesuch Sonntag Mittag? Bereits für 12 Uhr wurde zum gemeinsamen Treffen am Hauptbahnhof gerufen, allerdings waren auch 15 Minuten nach 12 erst wenige Leute am Treffpunkt, so ging es mit vllt. 30 Leuten zu Fuß die knapp 10 Minuten zum Stadion. Die Organisation beim BAK wirkte ein wenig überfordert. Zunächst gab es an zwei Kassenhäuschen, die was von Weihnachtsmarkt hatten, die gleichen Karten zu unterschiedlichen Preisen. Während sie laut Aushang etwas weniger kosteten, wurden sie an der Nachbarkasse zum aufgedruckten höheren Preis verkauft. Erst nach 5 Leuten fiel das ganze auf und das Chaos war perfekt. Auch an den Eingängen zum Gästeblock lief es nicht unbedingt besser. Nachdem die ersten drin waren und nun auch der Rest der Babelsberger am Stadion auftauchte, gab es zunächst Stress mit einem etwas komischen Ordner mit fragwürdiger Gesinnung. Gleichzeitig wurden die Trommelsticks zunächst für Pyro gehalten und erst nach eingehender Kontrolle mit reingelassen. Drinnen dann ein ähnliches Spielchen. Bis es das erste Bier mit mehr Flüssigkeit als Schaum gab, dauerte es eine halbe Ewigkeit. Andere Getränke wurden zunächst in Flaschen rausgegeben, bevor die Thekenkräfte panisch die Flaschen der Zuschauer gegen Becher tauschen wollten. Das Essen dagegen soll hier ruhig lobend Erwähnung finden. Lecker Köfte im Fladenbrot für 3€!

Im weiten Stehblock wurde sich zunächst sehr breit aufgestellt, der Ultrahaufen postierte sich hinter 2 Fahnen am Wellenbrecher und Bändern links und rechts in der Mitte des Blocks. Dafür, dass es von Potsdam nach Berlin nun wirklich weit ist, war ich ob der Anzahl an Gästen allerdings etwas enttäuscht. Klar, insgesamt waren vllt. 50% der 758 Zuschauer Gäste, für die Zeit und Entfernung wäre aber sicher mehr drin. Trotz der geringen Gästezahl war der Support zu Beginn ganz gut. Es gab immer mal abwechselnd eher textlastige als auch weniger textlastige Lieder, so dass auch ich als Gast mitsingen konnte. Mit zunehmendem Spiel und immer schlechterer Leistung der Gäste auf dem Platz wurde es auch im Block ruhiger und das Spiel bei Bier und Gesprächen einfach nur betrachtet. Die Heimmannschaft ging früh in Führung und ließ im gesamten Spiel nur 2 bis 3 gute Chancen der Babelsberger zu. Da es auf Heimseite keine Fanszene gibt, blieb es außer ein paar Anfeuerungsrufen von Kindern auf der außer dem Gästeblock nur geöffneten Haupttribüne ruhig.

Am Ende bleiben wohl nur das Chaos beim BAK und das für ein Regionalligaspiel immense Polizeiaufgebot in Erinnerung.

TuS Koblenz – Stuttgarter Kickers 1:1, Sa. 10.09.16

Nachdem es zum Kassel-Spiel nicht geklappt hat, nun also heute endlich mal wieder Kickers auswärts! Während die Blauen aus Stuttgart per WET-Tour anreisten, ging es für mich bereits um 5:30 mit ICE und IC in Richtung Koblenz. Entsprechend der frühen Abfahrtszeit war ich leider schon um 11:30 in Koblenz und so schön es dort auch sein mag, am Wochenende ist dann doch nicht so viel los. Für ein wenig Überraschung sorgte eine Gruppe Hamburger mit Polizeibegleitung. Interessanter Anreiseweg von Hamburg nach Leverkusen jedenfalls! Da der Zug aus Stuttgart erst kurz vor 13 Uhr eintreffen sollte, blieb auch jeglicher Kontakt mit den Jungs aus der verbotenen Stadt aus. War 13 Uhr nicht eh schon eine späte Ankunft bei Anpfiff 14 Uhr, wurde die Zeit bis zum Spiel noch weniger als sich der Zug immer weiter verspätete. Erst waren es 5 Minuten, dann 10 Minuten und am Ende 27 Minuten. Meine Befürchtungen, es könnte noch zu Konfrontationen mit der zwischenzeitlich wieder auflaufenden Polizei kommen, bestätigten sich zum Glück nicht, so dass es dann 13:30 auch in Begleitung eines Polizei-Sprinters und dem Kasseler Zivi endlich auf den Fußweg in Richtung Stadion Oberwerth ging. Auf der Homepage des TuS aus Koblenz hieß es vorab zum Anreiseweg etwas von 2 Kilometern und etwa 20 Minuten. Schlussendlich waren es dann locker 25 bis 30 Minuten bei 30 Grad und Sonne mitten durch Wohngebiete. Wieso den Stuttgartern vorher dann Shuttlebusse angekündigt wurden, wissen wohl nur die Verantwortlichen beider Mannschaften.

Während die ersten der Zugreisenden nach kleinem Sprint mit Anpfiff im Stadion waren, war der Rest bis etwa zur zehnten Minute im Stadion. Machte aber nicht so viel, da einerseits auf dem Spielfeld zu Beginn nicht allzu viel passierte und andererseits das Material erst zur 25. Minute da war. Gab wohl einige Orientierungsprobleme und auch Diskussionen mit der Polizei bezüglich Vorfahren mit dem Auto direkt vor den Gästeeingang. Aufgrund der Temperaturen und des fehlenden Daches im weiten Rund war die Motivation eh nicht so groß, so dass der ein oder andere lieber den Bierstand belagerte oder es sich im Schatten der Mauer zum Bereich links vom Block gemütlich machte. Mit fortlaufender Spielzeit wurde der Block schließlich beflaggt und mit etwa 30 Leuten supportet. Zwischenzeitlich kamen die “SVK”-Gesänge richtig laut rüber. Ob sie auch auf Heimseite ankamen, kann ich natürlich nicht beurteilen, von Heimseite kam jedenfalls bis auf einmal nichts bei uns an. An Material wurde sich heute auf Trommel und einen zeitweise genutzten großen Schwenker beschränkt, während die Heimseite auf mehrere kleine blau-gelb-schwarze Schwenker zurückgriff. Leider konnte auch das (leider) alkoholfreie Bier den Temperaturen nichts entgegen setzen. Manch ein Kickers-Fan machte allerdings den Anschein, dass er doch noch Alkohol bekommen hat.

Spielerisch von den Gästen aus Stuttgart nicht viel zu sehen. Entsprechend überraschend fiel kurz vor der Halbzeitpause der 0:1-Führungstreffer. Trotz super Leistung des Gästetorwarts konnte in Halbzeit zwei der Ausgleich aber nicht verhindert werden. Koblenz hätte bei so vielen Chancen eigentlich gewinnen müssen, das 1:1 war also aus Gästesicht ein eher glückliches Ergebnis. Wenn man bedenkt, dass die Kickers vor 2 Jahren noch um den Aufstieg in Liga 2 kämpften und letzte Saison dann, wenn auch knapp, aus Liga 3 abstiegen eigentlich traurig, sollte man doch davon ausgehen können, mit den Stuttgarter Kickers hier den klaren Favoriten zu sehen. War wohl nix.

Nach Abpfiff gab es natürlich wieder keine Shuttlebusse und so ging es nach kurzer Abkühlung am kleinen Brunnen vorm Walkingzentrum (wer kann schon von sich behaupten, mal ein Walkingzentrum gesehen zu haben?!) zurück zum Bahnhof. Wer mal als Gast nach Koblenz reisen sollte, verlasst euch nicht auf aushängende Busfahrpläne. Auch wenn dort für Samstag 16:10 ein Bus zum Hbf steht, er wird nicht kommen. Diese Erkenntnis mussten etwa 40 Blaue machen, der Koblenzer Zivi wusste auch keinen Rat. Also den selben Weg wie vor Anpfiff zurück. Etwas hektisch wurde es dann nochmal, als Fanradio-Leute von Übergriffen der Koblenzer vor der Heimkurve berichteten. Wie bescheuert muss man eigentlich sein, um das Fanradio des Gegners anzugreifen?! Koblenzer Arschlöcher! Die Suche nach den Tätern oder anderen motivierten Koblenzern blieb dann leider erfolglos, einzig eine kurze Rennerei mit ein paar Koblenzern am Hbf sorgte noch einmal für Panik bei der Besatzung der begleitenden Polizeiwanne.

Am Ende ging es für die Stuttgarter per Zug zurück nach Stuttgart, während ich noch einen kurzen Stop in der Heimat vor dem tags drauf folgenden Werder-Heimspiel einlegte. Auch wenn ich sexistische Pöbeleien weiterhin peinlich finde, hoffentlich klappt es dennoch öfter mal wieder mit einem Spiel der Kickers!

Babelsberg 03 – SC Freiburg 0:4, Sa. 20.08.16

Babelsberg im Pokal dabei und nicht am selben Tag wie Werder? Kann man mal machen! Für mich war dieses Spiel allerdings etwas ungewohnt, da der Gegner Sportclub Freiburg hieß und das gleichzeitig für mich bedeutete, nach mehreren Besuchen auf Heimseite des Karl-Liebknecht-Stadions heute mal den Gästeblock kennenzulernen. Bereits im Vorverkauf deckten ich mich wie auch etwa 800 Südbadener mit einer Karte fürs Spiel ein, so dass der Vormittag noch dazu genutzt werden konnte, ein paar Dinge zu Hause zu erledigen. Erst etwa 2 Stunden vor dem Spiel ging es dann mit der S-Bahn nach Potsdam. Dort angekommen erstmal etwas überrascht, dass auch NBU die selbe Bahn gewählt hatte. Diese wurden von der Polizei zunächst auf direktem Wege Richtung der Kreuzung gelotst, wo sich vor jedem Heimspiel jede Menge Babelsberger treffen. Fand ich etwas komisch die Taktik, die Babelsberger wohl auch nicht so gut. Als ich mich vor der Gruppe rund um NBU abseilte und zunächst Richtung Heimeingang ging, zogen sich jedenfalls mehrere Babelsberger Jacken über. Merkte dann wohl auch die Polizei und so wurde der Freiburger Haufen dann doch sofort links parallel zur Karl-Liebknecht-Straße geführt. Ich traf mich lieber noch mit ein paar Freiburgern direkt vorm Stadion. Etwa 45 Minuten vor Anpfiff ging es dann auch zum Einlass, da nach einer vorherigen Ansage, dass alle Taschen, Karabiner etc verboten wären, schwer einzuschätzen war, wie gründlich die Kontrollen sein würden. Ist natürlich auch klar, Babelsberg gegen Freiburg, Hochrisikospiel! Am Ende waren die Kontrollen dann doch sehr entspannt.

Im Stadion schon lange Schlangen vor den Getränke- und Essensständen, was sich leider auch während des Spiels nicht änderte. Teilweise warteten die Gäste 20 Minuten auf ihr Bier. Da helfen dann auch gegenüber der Bundesliga sehr faire Preise nicht. Der Block war für die Entfernung und dem Gegner ganz gut gefüllt. Insgesamt werden es vielleicht 1000 Freiburger gewesen sein, man merkte halt, dass es gleich kommende Woche in der Bundesliga schon wieder nach Berlin geht, nicht unbedingt ideal.

Die Stimmung zu Spielbeginn noch ein wenig verhalten, lag vielleicht auch am Spielverlauf. Babelsberg dominierte die ersten 15 Minuten nämlich quasi nach belieben, typisch erste Runde Pokal. Erst mit einem etwas glücklichen Elfmeter konnte dann die Führung der Gäste erzielt werden, was für deutlich bessere Stimmung im Gästeblock sorgte. Leider gab es teilweise doch recht große Lücken im Gästeblock und auch die Mitmachquote der normalen Zuschauer überzeugte nicht wirklich. Der aktive Teil zog dagegen sein Ding durch, gegen Ende wirkte es dann auch mal wie ein kleiner Rausch 😉 Während des Spiels war aber auch immer wieder die Heimseite zu hören, die zu Beginn mit erstaunlich hoher Mitmachquote ihr Team unterstützte und mit den Toren der Freiburger dann ein wenig auf Trotzreaktion umstellten und weiter gut abgingen. Allgemein ist die Stimmung auf beiden Seiten halt schwer zu beurteilen, beide Blocke bis auf kleinen Puffer direkt nebeneinander und kein Dach.

Während die Freiburger nach Abpfiff wohl teilweise nicht mal zum S-Bahnhof Babelsberg durften, ging es für mich direkt mit Abpfiff raus, da ich mich noch mit jemandem auf Heimseite auf ein Bier treffen wollte. Klappte dann auch super und ich konnte direkt die erste Querstraße durch die Absperrungen Richtung Heimseite gehen. Einzig negativer Punkt des Tages war dann, dass ich vor lauter Planung des Treffens nach Spiel meine Jacke am Wellenbrecher im Stadion hängen lassen habe, blöd gelaufen!

 

FC St. Pauli – Eintracht Braunschweig 0:2, Sa. 13.08.16

Nach zwei Pflichtspielen in unterklassigen Ligen hieß es nun auch wieder Profifußball. Zwar gönnen sich die Werderaner noch eine Woche Pause, aber immerhin in der hanseatischen Nachbarstadt wird schon gegen den Ball getreten. USP plante zum ersten Heimspiel der Saison eine Choreo mit braun-weißen Fahnen im gesamten Stadion, so dass dort schon früh mit dem Aufbau begonnen wurde. Für den Rest der Stadionbesucher galt es noch wahlweise die Ruhe des benachbarten Festplatz zu genießen  (ja, es ist Dom) oder sich im Viertel noch einmal zu stärken. An Ständen vor so ziemlich jedem Eingang des Millerntors konnten vor Anpfiff Shirts für 10€ gekauft werden, welche zur Deckung der Choreokosten gedacht waren. Ob dann wirklich alle Shirts verkauft wurden, bleibt in Anbetracht der Anzahl an Kartons fraglich. Mein Fall war das einfache braune Motiv auf weißem Shirt leider nicht. Natürlich konnte man aber auch einfach Bargeld bei den Jungs und Mädels direkt hinter der Kartenkontrolle spenden, was ich dann doch bevorzugte.

Im Stadion wurde zunächst bis Anpfiff der mittlere Teil der Südkurve direkt vor den Vorsängerpodesten freigehalten und kurz vor Anpfiff erstmal diejenigen im Stadion zurück begrüßt, die seit dem Spiel bei Lübeck mit einem Stadionverbot belegt waren und nun auf Bewährung wieder dabei sind. Insgesamt bestimmt 80 Leute, die endlich wieder rein dürfen. Willkommen zurück! Dass dann im Pokal kommende Woche der Gegner gleich wieder Lübeck heißt, birgt dann schon ein wenig Brisanz.

Mit Anpfiff gab es besagte Choreo. Hierzu wurden in allen Bereichen des Stadions kleine braun-weiße Schwenker verteilt, die zum Einlaufen der Mannschaft geschwenkt wurden. So aus dem Block ist die Wirkung immer schwer zu beurteilen, auf Bildern sah es aber zumindest so aus, als hätten alle mitgemacht. Mir fehlte da so ein bisschen eine Folie oder Spruchbänder zu, aber gut, war ok und sicher nicht wenig Arbeit. Das Spiel lief von Beginn an eher durchwachsen für die braun-weißen. War man in Stuttgart eine Woche zuvor noch die erste Halbzeit spielbestimmend, so zeigte man heute eher das Gesicht der zweiten Halbzeit aus Stuttgart, sprich viele Fehlpässe, schlechte Zuordnung und kaum herausgespielte Chancen. Die Gäste aus Braunschweig von Beginn an bissiger, wie es so schön heißt und so war auch der Führungstreffer wenig verwunderlich. In der zweiten Halbzeit das Team von Ewald Lienen dann etwas besser eingestellt, dennoch machte Braunschweig mit dem 2:0 auch den Endstand klar. Auch stimmungsmäßig war der Gästeblock das ganze Spiel über leider immer mal wieder zu hören. Die Südkurve wirkte nach obligatorischer kurzer Saisonbegrüßung durch die Vorsänger am Anfang sehr motiviert und in Kombination mit den immer wieder genutzten Choreoschwenkern laut und mit hoher Mitmachquote dabei, mit zunehmendem Spielverlauf verflachte das Ganze leider etwas und auch die Koordination zwischen den einzelnen Vorsängern klappte nicht immer zu 100%. Aber ist ja erst das erste Heimspiel der Saison, da geht noch mehr!

Nach dem Spiel gab es dann trotz anfänglichem strömenden Regen noch ein gemeinsames Grillen der Südkurve in der Nähe des Stadions, auf welches auch per Spruchband im Stadion aufmerksam gemacht wurde. Trotz des Wetters (immerhin war es später dann doch trocken) war das Grillen erstaunlich gut besucht und so konnte bei Wurst/Steak und Bier zu fairen Preisen das Spiel gemeinsam rekapituliert werden oder auch von Erlebnissen der Vorbereitung berichtet werden.

St. Pauli – gerne wieder!

Germania Schöneiche – Tennis Borussia Berlin 1:2, Fr. 12.08.16

Zweites Spiel der Saison, zweite Mal auswärts, zweiter Sieg für Tennis Borussia Berlin. Für TeBe sollte es heute nach Schöneiche gehen. Erreicht wurde der dortige Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportplatz (nicht zu verwechseln mit dem Sportpark gleichen Namens in Berlin) nach gemeinsamem Treffpunkt am Ostkreuz klassisch mit S-Bahn und Tram Nummer 88 (was gibt es schöneres?!). Nach kurzem Stop am örtlichen Edeka, welcher wohl den Umsatz einer Woche an nur einem Abend gemacht hat, führte der Weg vorbei an Tierarztpraxis und Wohnhäusern hin zum Sportplatz. Da die heimische Germania ob des Gastes aus Berlin mal eben einen Topspielzuschlag von 8 statt 6 Euro für den Vollzahler ausgerufen hatte, blieb der ein oder andere vor den Toren. Immerhin konnte erreicht werden, dass einem gewisser Teil der Zuschauer zum Normalpreis von 6€ (der im übrigen auch überall ausgeschrieben war, selbst direkt an der Kasse) Einlass gewährt wurde und auch der ermäßigte Tarif blieb vom Topspielzuschlag verschont. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack.

Der Sportplatz selbst ist sowohl von Laufbahn als auch 2 anderen Rasenplätzen umgeben, wobei einer davon sogar eine einreihige Sitzplatztribüne besitzt. “Unser” Platz dagegen bot außer einem Geländer und ein paar Bierbänken keinerlei Komfort. Wir sind aber ja auch zum Fußball da. Neben den im Berliner Umland irgendwie dazugehörenden 3 Flutlichtmasten pro Seite fällt aber insbesondere der große Funkmast direkt neben dem Platz auf. Auch wenn ich ganz schlecht im Schätzen der Zuschauerzahlen bin, bleibt festzuhalten, dass etwa 90% Fans der Lila-weißen waren. Ansonsten noch ein paar Leute mit Union-Klamotten, wieso man sowas zu einem TeBe-Spiel anzieht, wissen die Personen wohl nur selbst. Support gab es auf Gastseite wie üblich nur ab und zu mal. Ansonsten blieben die vielleicht 100 Personen hinter der Party Army Fahne eher ruhig oder beschäftigten sich mit dem Konsum alkoholischer Getränke. Highlight war sicherlich die ältere Dame auf Heimseite, die allein (später mit Unterstützung einer jüngeren Dame) mit Tröte, Trommel und kleinem Megaphon immer mal wieder die Germania anfeuerte. Half dann aber doch nicht so viel. Dominierten die Lila-weißen die erste Halbzeit noch und gingen verdient mit 2:0 Führung in die Pause, so wurde es in Halbzeit 2 zumindest noch einmal spannend und Schöneiche kam immerhin auf 1:2 ran. Am Ende konnte bei regnerischen Bedingungen dann aber schlussendlich der zweite Saisonsieg für Tennis Borussia eingefahren werden. Leider zog sich die Feierei mit der Mannschaft dann nochmal so lange hin, dass die Tram uns genau vor der Nase weg fuhr. Blöd nur, wenn abends nur noch im 30-Minuten-Takt gefahren wird. So wurde sich die Zeit an der immerhin überdachten Haltestelle mit dem ein oder anderen Gesang, letzten alkoholischen Getränken und Gespräche vertrieben, bevor es mit der S-Bahn, ebenfalls laut singend, zurück nach Berlin ging. Gerne wieder!

CFC Hertha 06 – Tennis Borussia Berlin 0:3, So. 07.08.16

Auch wenn meine Bremer in der Bundesliga noch Sommerpause haben, andere Ligen spielen schon bzw. sollten an diesem Wochenende mit der Saison beginnen. Letzteres galt auch für die Jungs von Tennis Borussia, die am heutigen Sonntag ihr erstes Saisonspiel beim CFC Hertha auf dem Charlottenburger Sportplatz Sömmeringstraße austragen sollten. Bei blauem Himmel wurden die etwa 600 Zuschauer zunächst mal von den Wahlkampfleuten der SPD vor den Eingängen begrüßt, bevor es für 6€ ermäßigt in den Gästeblock ging. Die paar Naturstufen des Gästeblocks waren dann auch mit dem größten Teil der 600 Zuschauer gefüllt, so dass es sich supporttechnisch, wenn denn mal etwas zu hören war, sehr einseitig gestaltete. Ebenso einseitig war auch das Spiel. Gegen die sehr aggressiv aufspielende Heimmannschaft gelang trotz Überlegenheit aber erst Mitte der ersten Hälfte der Führungstreffer für die lila-weißen. In Halbzeit zwei konnte das Ganze noch bis zu einem 0:3 Endstand ausgebaut werden und die ersten 3 Punkte der Saison eingefahren werden. Einzig negativer Punkt ist eigentlich nur die Verpflegung vor Ort. Essens- und Getränkestand außerhalb des Stadions und die Wartezeit betrug teilweise 15 Minuten. Die Biertrinker nutzten deshalb des öfteren die Möglichkeit, ihren Durst am Stand der Heimseite zu stillen, wo der Andrang wohl deutlich weniger war. Essen dagegen gab es nur für Gäste, so muss das sein (allerdings auch keine klassische Wurst, neben Cevapcici waren noch mir nicht bekannte, kleine Fleischtaschen im Angebot, die mich ob des Verhältnisses Größe-Preis aber nicht wirklich vom Kauf überzeugen konnten).

Hertha BSC – Brøndby IF 1:0, Do. 28.07.16

Wenn dein zweitliebster Verein nur vier Stationen von deiner Wohnung spielt, kann der Tag nur gut werden. Natürlich bin ich nicht nach Charlottenburg gezogen, sondern Hertha sollte im Jahn-Sportpark, Heimspielstätte des BFC Dynamo, spielen. Grund dafür sind wohl in erster Linie die hohen Kosten eines nur halb vollen Olympiastadions. Der Jahn-Sportpark mit seinen knapp 20.000 Plätzen war dagegen schon Tage vor dem Spiel ausverkauft. Da es Gästeblockkarten nur vor Ort am Brøndby Stadion zu kaufen gab, blieb für mich nur noch ein Restticket Reihe 3 der Gegentribüne.

Nach den Gewalttaten der letzten Wochen hieß es auch im Vorfeld des heutigen Spiels verschärfte Sicherheitskontrollen. Am Ende war es dann etwa so, dass nicht mal meine Kameratasche kontrolliert wurde, also deutlich harmloser als jedes Ligaspiel. Könnte aber auch an den vielen Zuschauern bei nur 2 Eingängen gelegen haben. Vor dem Spiel meinten dann ein paar spätpubertäre Hertha Fans auch noch, die Busfahrerin der Dänen mit dummen Sprüchen beeindrucken zu müssen. Ich glaube ja, wäre sie ausgestiegen, der ein oder andere mit großer Klappe wäre schnell geflüchtet.

Etwa eine Stunde vor Anpfiff war es auf den Rängen noch gähnend leer, die Hertha Szene sammelte sich im Umlauf und auch der normale Zuschauer versorgte sich erstmal mit Bratwurst und Bier. Herthas Szene postierte sich am heutigen Abend auf der rechten Seite der überdachten Gegentribüne etwa in Block J. Die Gäste aus Brøndby bekamen den Bereich der unüberdachten Kurve rechts der Haupttribüne zugesprochen. Vor dem Spiel fand wohl auf Gästeseite ein gemeinsamer Marsch vom Alex zum Stadion statt, entsprechend blieb der Gästeblock auch bis 30 Minuten vor Anpfiff leer und wurde dann bis Anpfiff mit gelben und blauen Bändern verziert. Auch stimmungsmäßig legten die Gäste von Beginn an im dann komplett gefüllten Gästeblock gut los. Laute Gesänge, rythmisches Klatschen und insbesondere Fahneneinsatz mit jeder Menge gelb-blauer Fahnen im gesamten Gästeblock. Der Zaun wurde mit der großen Brøndbyernes IF-Zaunfahne und einzelnen Dänemark-Fahnen beflaggt. Die erwartete Pyroaktion zu Beginn entfiel und so entflammte erst in der zweiten Hälfte die erste Fackel, allerdings auf Heimseite. Hertha nach kaum Materialeinsatz in Halbzeit 2 etwas aktiver und mit etwa 10 Fackeln und “nur echt in blau weiß” Fahne wenigstens einmal auf sich aufmerksam machend. Ansonsten war es auf Heimseite eine wirklich enttäuschende Leistung. Trotz Dach war kaum was zu hören, außer zwei mal gemeinsamem Singen und Klatschen kam da gar nichts. Schon bitter, wenn man in der eigenen Stadt vom Gegner 90 Minuten an die Wand gesungen wird. Brøndby Mitte der zweiten Hälfte dann auch noch mit großer Pyroaktion inklusive Böllern und Leuchtspur in den Himmel und in Richtung Platz. Ich halte von Leuchtspur ja nicht so viel, aber bei einem Abendspiel in einem Oldschool-Stadion mit Laufbahn und unüberdachter Kurve hat das schon was. Allein der Fans wegen hätte Brøndby jedenfalls mindestens einen Punkt in Berlin verdient. Nachdem aber Hertha nach anfänglich gutem Beginn der gelb-blauen mehr und mehr das Spiel in Halbzeit eins dominierte und folgerichtig per Fallrückzieher in Führung ging, half auch eine gute zweite Hälfte den Gästen nicht mehr zum Ausgleich. Mit einem 1:0 für Hertha ist aber für das Rückspiel in Brøndby noch alles offen, wobei wir ehrlich sein sollten: auch wenn Brøndby die letzten 15 Jahre fast jedes Jahr international gespielt hat, so geht doch Hertha als klarer Favorit ins Rückspiel, nicht nur wegen dem Hinspiel. Ich werde mir das Rückspiel wohl nur vor dem TV geben, meine üblichen Wege nach Kopenhagen werden wohl mit Herthanern überfüllt sein, dass es als Heimfan keinen Spaß machen würde.

Zuletzt nochmal eine Empfehlung, sich Brøndby ruhig mal auswärts zu geben!

Hader FCK!

TSG Neustrelitz – VfB Lübeck 0:1, Mi. 13.07.16

Mitte Juli, Zeit der Vorbereitung. Nachdem gestern die Saison für mich mit dem Testspiel meiner Bremer bei Altglienicke endlich los ging, war für heute zunächst gar nichts geplant. Ein kurzer Blick am Morgen bei Facebook und eine Nachfrage in Whatsapp später schnell ein Flixbus-Ticket gebucht und schon ging es mit dem Bus zu zweit durch tiefste brandenburgische Provinz ins mecklenburgische Neustrelitz. Hier sollte die TSG Neustrelitz, Regionalliga Nordost, den VfB Lübeck aus der Regionalliga Nord zum Testspiel laden. Für uns die Möglichkeit, unseren kommenden Gegner (Werder testet am Samstag beim VfB in Lübeck) etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Zunächst hieß es aber mal Verpflegung im örtlichen Supermarkt fassen und unsern dritten Mitreisenden am Bahnhof in Empfang nehmen. Zu dritt ging es dann auch durch Altstadt und Schlossgarten der Kur- und Residenzstadt, die sich bei DDR-Bürgern wohl regem Interesse erfreute. Kann man durchaus verstehen, wirklich nett anzusehen.

Nett anzusehen ist auch das mitten in der Natur gelegene Parkstadion Neustrelitz. Neben dem wohl recht neuen Gästeblock sah es zwar eher nach Hochwasserrückhaltebecken aus, die Gegengerade wusste aber mit viel Wald zu gefallen, einzig die Werbebanden wirkten dann doch ein wenig zu groß. Da die Wetterkarte Regen und Unwetter ankündigte und es auch nur auf der überdachten Haupttribüne richtige Eintrittskarten gab, wurden unermäßigte 10€ für den Einlass geopfert und dank weiterhin strahlendem Sonnenschein dann doch das ganze Spiel in der ersten Reihe auf ebenfalls blauen Sitzschalen verweilt, die allerdings auch zum Preis der Steher zu haben gewesen wären. Die Zeit bis Anpfiff wurde dann verquatscht und mit Hände schütteln mit dem “Mäzen” von Neustrelitz, Pokemons suchen (NICHT) und Nahrungsaufnahme (Wurst 2,50€ ok, das Vollkorntoastbrot dazu aber eher nicht so toll) verbracht. Spielerisch war das Ganze dann auch eher so, wie man ein Testspiel erwartet. Noch relativ viele Testspiele, Abstimmung stimmte noch nicht immer, dennoch gab es auch ein paar ganz nette Spielzüge zu sehen, von denen der Gast aus Lübeck auch einen mit einem Tor erfolgreich zu Ende bringen konnte. Die Neustrelitzer in den letzten 15 Minuten noch das ein oder andere mal richtig gefährlich vorm gegnerischen Tor, von Erfolg war dies aber leider nicht gekrönt und so blieb es beim 0:1. Für Werder am Wochenende bleibt festzuhalten, dass bei heutiger Leistung der Lübecker ein Sieg der Werderisti möglich sein sollte. Neustrelitz wurde übrigens trotz des Testspielstatus von ein paar Personen mit großem (Residenzstadtszene) und kleinem (blau weißen) Schwenker + Trommel zumindest teilweise angefeuert.

Auch nach Abpfiff blieb es trocken und so konnte ganz entspannt der Weg in Richtung Bahnhof in Angriff genommen werden und nach knapp einstündiger RE-Fahrt hatten wir dann auch wieder Berliner Boden unter den Füßen!

Union Fürstenwalde – CFC Hertha 06 5:0, So. 12.06.16

Eigentlich war für heute ein Doppler geplant. Zunächst sollte noch Frankfurt/Oder gegen TeBe A-Jugend vorher mitgenommen werden, ein Stadion, in dem immerhin schon Werder im Europapokal gespielt hat. Da die Spiele der Oberliga und damit unser Hauptspiel aber eine Woche vorher von 15 auf 14 Uhr verlegt wurden, fiel das A-Jugend-Spiel flach und es ging direkt über Königs Wusterhausen und von da per Auto zum heutigen Spiel zwischen Union Fürstenwalde und CFC Hertha 06 im Friesenstadion. Nachdem Fürstenwalde bereits letzte Woche den Aufstieg in die Regionalliga Nordost (kommende Saison also Gegner wie Babelsberg) klar gemacht werden konnte, sollte es heute noch um die Meisterschaft der Oberliga Nordost Staffel Nord gehen. Aus Anlass der Feierlichkeiten zum Aufstieg wurde heute auf Eintrittskosten verzichtet. Auch das Wetter spielte bei Sonnenschein und Temperaturen über 20 Grad mit und so waren wir nicht alleine im weiten Rund. Gäste aus Berlin waren allerdings wie zu erwarten keine vor Ort, so dass der Gästeblock lediglich als Spielplatz der Jugend genutzt wurde. Das Stadion selbst besteht aus einer mit Sitzschalen ausgestatteten Haupttribüne vor dem Vereinsheim und Stehtribünen hinter den Toren und auf der Gegengeraden. Umgeben ist es von 3 anderen Plätzen und viel Wald.

Zu Beginn des Spiels wurden jede Menge Spieler verabschiedet, was sich aufgrund der gähnend langweiligen Geschichten des Stadionsprechers ziemlich hinzog. Als das Spiel dann endlich mit 5 Minuten Verspätung angepfiffen wurde, entwickelte sich zunächst ein recht ausgeglichenes Spiel. CFC Hertha immer wieder mit einzelnen Angriffen, die vom heimischen Favoriten aber sicher geklärt werden konnten. Je länger das Spiel dauerte, desto überlegener spielte aber das Heimteam auf und ging nach einigen vergebenen Großchancen dann auch mit 1:0 in Führung, was dann auch den Halbzeitstand bedeutete. Nach der Pause dann ein ähnliches Bild, Fürstenwalde zwar klar besser aber bis weitere Tore fielen, dauerte es dann doch ein wenig. Erst die letzten 10 Minuten fielen dann auch die Tore zum auf dem Papier deutlichen 5:0. Während wir auf die wunderschönen kotzgrünen Aufstiegsshirts verzichteten, blieben wir dann doch noch zumindest bis zur Pokalübergabe zur Staffelmeisterschaft.

Während es zum Spiel auch nichts mehr zu erzählen gibt, bleiben noch die Fans. Relativ bunt gemischtes Publikum mit vielen Deutschlandfans, wobei leider auch sehr komische gestalten dort anzutreffen waren, die mit Thor Steinar und anderen einschlägigen Bekleidungsmarken auffielen. Mein „Refugees welcome“-Armband wurde dann auch ausgiebig gemustert. Ansonsten aber viele Familien und allerhand Bundesligatrikots zu bestaunen. Selbst eine etwa dreiköpfige Ultragruppe mit entsprechender Zaunfahne und komischem etwas daneben (sah aus wie ein großer Frosch) war vor Ort, die mit ihrer Trommel aber auch nur vor Spielbeginn auffiel. Passte auch irgendwie nicht so recht ins Bild, waren die Beteiligten doch eher gehobenen Alters. Essen gab es auch in Form von Würstchen, Frikadellen und Steaks, wobei man auf letztere beide auch während des Spiels mehr als 5 Minuten warten musste. Dafür waren die Preise mit knapp über 2 Euro für Essen und Bier ok.

Alles in allem eine ordentliche Wochenendbeschäftigung, öfter wird es mich aber wohl nicht in die Gegend verschlagen. Außer alle paar Minuten vorbei fahrenden Traktoren gibt es dort halt auch nicht viel.

BSV Hürtürkel – Tennis Borussia Berlin 3:10, So. 05.06.16

Während andere Teile Deutschlands von Unwettern heimgesucht wurden (so wurde u.a. der letzte Tag des Rock am Ring-Festivals wegen starker Unwetter abgesagt), versprach die Wettervorhersage für Berlin Sonnenschein. Da sich meine Masterarbeit nun im Druck befindet, also nichts mehr änderbar ist, hieß es für mich nach langer Zeit mal wieder ganz entspannter Sonntag. Glücklicherweise gibt es ja auch fernab der Bundesliga noch Fußball und im Gegensatz zur ersten Spielklasse wurde am heutigen Sonntag teilweise sogar noch gespielt. Ich entschied mich für Tennis Borussia auswärts beim BSV Hürtürkel. Die TeBe Leute mal wieder sehen, nicht soweit weg und auch politisch ein wenig Brisanz, soll es doch auf Seiten des heutigen Heimvereins Kontakte zu den faschistischen grauen Wölfen geben (Sören berichtete vor dem Hinspiel in seinem Blog über Hintergründe). Sportlich war dagegen eher wenig zu erwarten. Hürtürkel mit einem Torverhältnis von -92 (!!!) abgeschlagen auf dem letzten Platz, ein paar Tore waren also zu erwarten. Bevor ich los bin brav mit Sonnencreme eingecremt, gucke ich danach aus dem Fenster: fängt es in Strömen an zu regnen. Gut, kann mal passieren, Wetterbericht sagt weiter Sonne und 20% Niederschlagsrisiko und auch Matze meldete aus Neukölln Sonnenschein. Also Jacke zu Hause lassen und los. Beim Umstieg von U-Bahn in den Bus dann der nächste richtige Schauer, tolle Sache, hätte ich die Jacke mal mitgenommen.

Mit Ankunft in Neukölln dann aber zunächst doch erstmal wieder trocken und für 5 Euro ermäßigt den Einlass gewährt bekommen. Da noch nicht allzu viel los war, erstmal das Verpflegungsangebot getestet. Currywurst und Fanta für zusammen 2,50€, Kaffee und Kuchen zusammen für 1,50€, ist halt keine Bundesliga, geil! Nach der beschriebenen Nahrungsaufnahme hieß es dann die mehrstufige Tribüne als einzigen Ausbau des Rasenplatzes auf dem Sportplatz am Hertzbergplatz zu entern, wenig spektakulär. Aufgrund des grauen Himmels wurde sich unter den einzigen Bäumen postiert, so dass wenigstens ein wenig Regenschutz gegeben war.

Das Spiel begann mit viel Ballbesitz und Drang zum Tor durch die Außenseiter von Hürtürkel. Hielt dann aber auch nur drei Minuten an, bis die lila-weißen aufwachten und fortan das Spiel dominierten. Auf Heimseite klappte in der Folge nichts mehr und Tennis Borussia kam schnell zu Torchancen. Auf zwei schnelle Tore der Gäste folgte das erste Highlight. Bereits nach 9 Spielminuten hieß es “Bier ist alle”. Schnell wurde improvisiert und ein Kasten organisiert. Hielt natürlich nicht lange und so musste ab dann auf alkoholfreie Getränke umgeschwenkt werden. Auf dem Feld weiter nur TeBe in Ballbesitz. Nach knapp 15 Minuten musste Tebe dann allerdings schon verletzungsbedingt wechseln, was etwa 10 Minuten später das nächste Highlight zur Folge hatte. Das Spiel wurde unterbrochen, damit der Rettungswagen zum Verletzten auf die andere Seite des Rasens fahren kann. Habe ich so auch noch nicht erlebt. Noch nicht erlebt hat der Rettungswagenfahrer wohl auch ihm zujubelende Zuschauer, er konnte sich ein Grinsen jedenfalls nicht verkneifen. Nachspielzeit in Halbzeit eins dann ob der Unterbrechung natürlich auch locker 5 Minuten. Nachdem sich zwischendurch immer mal wieder blauer Himmel und die Sonne zeigten, wurde es anschließend mal wieder feucht. Wenn man aber Ziele vor Augen hat, ist das alles kein Problem. Die Ziele waren in diesem Falle:

1. Huke sollte noch in den Kampf um die Torjägerkanone eingreifen, klappte mit 7 Toren durch ihn ganz gut. Wenn man bedenkt, wie oft er Chancen vergeben hat oder uneigennützig an den besser stehenden Nebenmann abgegeben hat, war da noch mehr drin.

2. Das Torverhältnis von Hürtürkel sollte auf -100 gesetzt werden. Klappte mit dem 0:8 zur 70. Minute ebenfalls und wurde entsprechend bejubelt. Leider stellte man sich in der Folge eher blöd an oder hatte nicht mehr so richtig Lust. TeBe machte nämlich bis Abpfiff nur noch 2 Tore, Hürtürkel dagegen 3. Endstand also 3:10 und somit bleibt es bei -99, schade aber auch!

Alles in allem ein sehr lustiges Spiel mit netten Gesprächen und vielen Toren, gerne wieder! Nächstes Mal nehme ich aber meine Jacke mit!