Berliner AK – Babelsberg 03 2:0, So. 16.10.16

Nach längerer Zeit mal wieder bei einem Nicht-Werder-Spiel gewesen. Babelsberg spielt beim BAK im Poststadion bei mir um die Ecke, was liegt da näher als ein Spielbesuch Sonntag Mittag? Bereits für 12 Uhr wurde zum gemeinsamen Treffen am Hauptbahnhof gerufen, allerdings waren auch 15 Minuten nach 12 erst wenige Leute am Treffpunkt, so ging es mit vllt. 30 Leuten zu Fuß die knapp 10 Minuten zum Stadion. Die Organisation beim BAK wirkte ein wenig überfordert. Zunächst gab es an zwei Kassenhäuschen, die was von Weihnachtsmarkt hatten, die gleichen Karten zu unterschiedlichen Preisen. Während sie laut Aushang etwas weniger kosteten, wurden sie an der Nachbarkasse zum aufgedruckten höheren Preis verkauft. Erst nach 5 Leuten fiel das ganze auf und das Chaos war perfekt. Auch an den Eingängen zum Gästeblock lief es nicht unbedingt besser. Nachdem die ersten drin waren und nun auch der Rest der Babelsberger am Stadion auftauchte, gab es zunächst Stress mit einem etwas komischen Ordner mit fragwürdiger Gesinnung. Gleichzeitig wurden die Trommelsticks zunächst für Pyro gehalten und erst nach eingehender Kontrolle mit reingelassen. Drinnen dann ein ähnliches Spielchen. Bis es das erste Bier mit mehr Flüssigkeit als Schaum gab, dauerte es eine halbe Ewigkeit. Andere Getränke wurden zunächst in Flaschen rausgegeben, bevor die Thekenkräfte panisch die Flaschen der Zuschauer gegen Becher tauschen wollten. Das Essen dagegen soll hier ruhig lobend Erwähnung finden. Lecker Köfte im Fladenbrot für 3€!

Im weiten Stehblock wurde sich zunächst sehr breit aufgestellt, der Ultrahaufen postierte sich hinter 2 Fahnen am Wellenbrecher und Bändern links und rechts in der Mitte des Blocks. Dafür, dass es von Potsdam nach Berlin nun wirklich weit ist, war ich ob der Anzahl an Gästen allerdings etwas enttäuscht. Klar, insgesamt waren vllt. 50% der 758 Zuschauer Gäste, für die Zeit und Entfernung wäre aber sicher mehr drin. Trotz der geringen Gästezahl war der Support zu Beginn ganz gut. Es gab immer mal abwechselnd eher textlastige als auch weniger textlastige Lieder, so dass auch ich als Gast mitsingen konnte. Mit zunehmendem Spiel und immer schlechterer Leistung der Gäste auf dem Platz wurde es auch im Block ruhiger und das Spiel bei Bier und Gesprächen einfach nur betrachtet. Die Heimmannschaft ging früh in Führung und ließ im gesamten Spiel nur 2 bis 3 gute Chancen der Babelsberger zu. Da es auf Heimseite keine Fanszene gibt, blieb es außer ein paar Anfeuerungsrufen von Kindern auf der außer dem Gästeblock nur geöffneten Haupttribüne ruhig.

Am Ende bleiben wohl nur das Chaos beim BAK und das für ein Regionalligaspiel immense Polizeiaufgebot in Erinnerung.

CFC Hertha 06 – Tennis Borussia Berlin 0:3, So. 07.08.16

Auch wenn meine Bremer in der Bundesliga noch Sommerpause haben, andere Ligen spielen schon bzw. sollten an diesem Wochenende mit der Saison beginnen. Letzteres galt auch für die Jungs von Tennis Borussia, die am heutigen Sonntag ihr erstes Saisonspiel beim CFC Hertha auf dem Charlottenburger Sportplatz Sömmeringstraße austragen sollten. Bei blauem Himmel wurden die etwa 600 Zuschauer zunächst mal von den Wahlkampfleuten der SPD vor den Eingängen begrüßt, bevor es für 6€ ermäßigt in den Gästeblock ging. Die paar Naturstufen des Gästeblocks waren dann auch mit dem größten Teil der 600 Zuschauer gefüllt, so dass es sich supporttechnisch, wenn denn mal etwas zu hören war, sehr einseitig gestaltete. Ebenso einseitig war auch das Spiel. Gegen die sehr aggressiv aufspielende Heimmannschaft gelang trotz Überlegenheit aber erst Mitte der ersten Hälfte der Führungstreffer für die lila-weißen. In Halbzeit zwei konnte das Ganze noch bis zu einem 0:3 Endstand ausgebaut werden und die ersten 3 Punkte der Saison eingefahren werden. Einzig negativer Punkt ist eigentlich nur die Verpflegung vor Ort. Essens- und Getränkestand außerhalb des Stadions und die Wartezeit betrug teilweise 15 Minuten. Die Biertrinker nutzten deshalb des öfteren die Möglichkeit, ihren Durst am Stand der Heimseite zu stillen, wo der Andrang wohl deutlich weniger war. Essen dagegen gab es nur für Gäste, so muss das sein (allerdings auch keine klassische Wurst, neben Cevapcici waren noch mir nicht bekannte, kleine Fleischtaschen im Angebot, die mich ob des Verhältnisses Größe-Preis aber nicht wirklich vom Kauf überzeugen konnten).

Hertha BSC – Brøndby IF 1:0, Do. 28.07.16

Wenn dein zweitliebster Verein nur vier Stationen von deiner Wohnung spielt, kann der Tag nur gut werden. Natürlich bin ich nicht nach Charlottenburg gezogen, sondern Hertha sollte im Jahn-Sportpark, Heimspielstätte des BFC Dynamo, spielen. Grund dafür sind wohl in erster Linie die hohen Kosten eines nur halb vollen Olympiastadions. Der Jahn-Sportpark mit seinen knapp 20.000 Plätzen war dagegen schon Tage vor dem Spiel ausverkauft. Da es Gästeblockkarten nur vor Ort am Brøndby Stadion zu kaufen gab, blieb für mich nur noch ein Restticket Reihe 3 der Gegentribüne.

Nach den Gewalttaten der letzten Wochen hieß es auch im Vorfeld des heutigen Spiels verschärfte Sicherheitskontrollen. Am Ende war es dann etwa so, dass nicht mal meine Kameratasche kontrolliert wurde, also deutlich harmloser als jedes Ligaspiel. Könnte aber auch an den vielen Zuschauern bei nur 2 Eingängen gelegen haben. Vor dem Spiel meinten dann ein paar spätpubertäre Hertha Fans auch noch, die Busfahrerin der Dänen mit dummen Sprüchen beeindrucken zu müssen. Ich glaube ja, wäre sie ausgestiegen, der ein oder andere mit großer Klappe wäre schnell geflüchtet.

Etwa eine Stunde vor Anpfiff war es auf den Rängen noch gähnend leer, die Hertha Szene sammelte sich im Umlauf und auch der normale Zuschauer versorgte sich erstmal mit Bratwurst und Bier. Herthas Szene postierte sich am heutigen Abend auf der rechten Seite der überdachten Gegentribüne etwa in Block J. Die Gäste aus Brøndby bekamen den Bereich der unüberdachten Kurve rechts der Haupttribüne zugesprochen. Vor dem Spiel fand wohl auf Gästeseite ein gemeinsamer Marsch vom Alex zum Stadion statt, entsprechend blieb der Gästeblock auch bis 30 Minuten vor Anpfiff leer und wurde dann bis Anpfiff mit gelben und blauen Bändern verziert. Auch stimmungsmäßig legten die Gäste von Beginn an im dann komplett gefüllten Gästeblock gut los. Laute Gesänge, rythmisches Klatschen und insbesondere Fahneneinsatz mit jeder Menge gelb-blauer Fahnen im gesamten Gästeblock. Der Zaun wurde mit der großen Brøndbyernes IF-Zaunfahne und einzelnen Dänemark-Fahnen beflaggt. Die erwartete Pyroaktion zu Beginn entfiel und so entflammte erst in der zweiten Hälfte die erste Fackel, allerdings auf Heimseite. Hertha nach kaum Materialeinsatz in Halbzeit 2 etwas aktiver und mit etwa 10 Fackeln und „nur echt in blau weiß“ Fahne wenigstens einmal auf sich aufmerksam machend. Ansonsten war es auf Heimseite eine wirklich enttäuschende Leistung. Trotz Dach war kaum was zu hören, außer zwei mal gemeinsamem Singen und Klatschen kam da gar nichts. Schon bitter, wenn man in der eigenen Stadt vom Gegner 90 Minuten an die Wand gesungen wird. Brøndby Mitte der zweiten Hälfte dann auch noch mit großer Pyroaktion inklusive Böllern und Leuchtspur in den Himmel und in Richtung Platz. Ich halte von Leuchtspur ja nicht so viel, aber bei einem Abendspiel in einem Oldschool-Stadion mit Laufbahn und unüberdachter Kurve hat das schon was. Allein der Fans wegen hätte Brøndby jedenfalls mindestens einen Punkt in Berlin verdient. Nachdem aber Hertha nach anfänglich gutem Beginn der gelb-blauen mehr und mehr das Spiel in Halbzeit eins dominierte und folgerichtig per Fallrückzieher in Führung ging, half auch eine gute zweite Hälfte den Gästen nicht mehr zum Ausgleich. Mit einem 1:0 für Hertha ist aber für das Rückspiel in Brøndby noch alles offen, wobei wir ehrlich sein sollten: auch wenn Brøndby die letzten 15 Jahre fast jedes Jahr international gespielt hat, so geht doch Hertha als klarer Favorit ins Rückspiel, nicht nur wegen dem Hinspiel. Ich werde mir das Rückspiel wohl nur vor dem TV geben, meine üblichen Wege nach Kopenhagen werden wohl mit Herthanern überfüllt sein, dass es als Heimfan keinen Spaß machen würde.

Zuletzt nochmal eine Empfehlung, sich Brøndby ruhig mal auswärts zu geben!

Hader FCK!

Tennis Borussia Berlin – Hertha 03 Zehlendorf 1:1, Fr. 30.10.15

Nachdem das Spiel gegen Altlüdersdorf vor 2 Wochen aufgrund des Wetters wortwörtlich ins Wasser fiel und abgesagt wurde, sollte es diesmal tatsächlich mit meiner Heimpremiere in der NOFV Oberliga Nord klappen. Matze hatte mich vorab gefragt, ob ich nicht Lust auf das Spiel hätte und da Werder erst Samstag spielt, fiel die Entscheidung nicht sonderlich schwer.

Wie schon am Mittwoch im DFB-Pokal hieß es auch an diesem Freitag Abend Flutlichtspiel. So langsam habe ich mich an die Atmosphäre gewöhnt, mal sehen wie das morgen mit einem Spiel am hellichten Tag (ok, um 17:15 wird’s ja schon dunkel) wird. Im Stadion macht sich sofort der Aufstieg vor der Saison bemerkbar. Die Karte ist um einen ganzen Euro teurer geworden und neben den Essens- und Getränkeständen neben dem Eingang, im Innenraum und dem Getränkestand am Heimblock gibt es zusätzlich einen Getränkestand neben Toilette und Anzeigetafel und vor der Haupttribüne. Wie soll das dann erst in der kommenden Saison noch eine Liga höher werden?!  😉

Positiv überrascht war ich persönlich über die Anzahl an Zuschauern. Der Stehbereich vor der Haupttribüne war voll und auch die Haupttribüne selbst war gut gefüllt. Sowas kannte ich von meinen bisgerigen Spielen hier noch nicht. Könnte natürlich auch daran liegen, dass es sich beim heutigen Spiel tatsächlich um ein Topspiel handelte, immerhin spielte der Erste (TeBe) gegen den Zweiten (Hertha Zehlendorf). Von der Haupttribüne ließ sich auch das Spiel ganz gut genießen. TeBe kombinierte bis zum gegnerischen 16er recht vielversprechend, wirklich kreativ und gefährlich wurde es ab da allerdings nicht. Auch die in rot-blau eher an Unterhaching (ja, genau die, die den Leipziger Verein rausgeworfen haben, sorry, aber das musste einfach noch mal sein) erinnernden Zehlendorfer kamen ab und an vors gegnerische Tor, man kann also wohl von einer ausgeglichenen Partie sprechen. In der 32. Minute nutzte Matt auf Heimseite die fehlende Zuordnung bei Hertha aus und flankte auf Huke, der zum 1:0 für TeBe versenken konnte. Leider hielt die Führung nicht lange und Gakpeto konnte in der 38. Minute ausgleichen, womit es auch in die Halbzeit ging. In Halbzeit 2 blieb das Spiel zunächst sehr ausgeglichen, beide Teams kombinierten ansehnlich, wirklich gute Chancen gab es aber kaum. Erst die letzte 15 Minuten drückte TeBe immer mehr, konnte aber auch die Überzahl nach Foul von Ryberg ab der 85. Minute nicht mehr nutzen. Zwar schien der Schiri zunächst so lange weiterspielen lassen zu wollen, bis TeBe ein Tor macht aber der Spitzenreiter schien am Ende mit dem Punkt doch zufrieden. Am Ende verteidigte man damit die Tabellenführung, nicht mehr und nicht weniger.

Stimmungsmäßig gibt es eigentlich nicht soooo viel zu berichten, die Heimseite stimmte von Zeit zu Zeit das ein oder andere Lied an und war dabei auch auf der gegenüberliegenden Haupttribüne gut zu hören. Optisch war außer den zahlreichen Zaunfahnen allerdings nicht zu sehen, was nicht weiter verwundert, gibt es doch bei TeBe allgemein eher weniger Materialeinsatz in Form von Fahnen o.ä.